„Zeit der Maulbeeren“ bietet kostenlos Raum zum Ausruhen für finanziell bedürftige, an Krebs erkrankte Frauen, mit und ohne Kinder, mit psychoonkologischer Betreuung bei Bedarf.*


Zu sich kommen

Im Gefolge von Erkrankungen und deren Therapien (insbesondere Krebserkrankungen) kann es zu langfristigen Einschränkungen der Lebensqualität kommen. Das Spektrum der körperlichen und/oder seelischen Symptome kann von ertragbaren Befindlichkeitsstörungen bis hin zu therapiebedürftigen Erkrankungen reichen.


Während die Mehrzahl der körperlichen Symptome durch medizinische Maßnahmen angemessen therapierbar sind, können seelische, trauma- und stressbedingte Auswirkungen die Lebensqualität nachhaltig mindern. Dem Rechnung tragend haben psychoonkologische Maßnahmen ihren festen Platz in der Krebsbehandlung und Krebsnachsorge, insbesondere Entspannung, Meditation und Visualisation; Kreativ-, Kunst- und Gestalttherapie sowie körperliches Wahrnehmungstraining.

 

Das Projekt „Zeit der Maulbeeren“ möchte betroffenen Frauen Raum und Ambiente bieten, „zu sich zu kommen“, Sinne, Gefühle und Kräfte zu aktivieren, um die Glücksmomente des Lebens wieder erkennen und ausleben zu können.


Zeit der Maulbeeren ist eine Initiative der Schauspielerin und Autorin Renan Dermirkan, die von dem Wissenschaftler und Arzt Josef Beuth unterstützt wird.


Renan Dermirkan

 

Ich hatte seit Jahren ein Herzensanliegen mit mir herumgetragen, das ich nun endlich realisieren kann, weil ich Anfang März 2017, die verbindliche Unterstützung von Prof. Beuth, Uniklink Köln, zugesagt bekommen habe.

Es geht um die Idee, bedürftigen Frauen, die an Krebs erkrankt sind, eine kostenlose Auszeit zu ermöglichen, in meinem kleinen Häuschen im Windecker Wald, in das ich mich nach dem Tod meiner Mutter 7 Jahre lang zurückgezogen hatte.

Anders hätte ich die Depressionen nicht überstanden, auch wenn mich dort der Krebs noch erwischt hat, so konnte ich ihn aber nur dort überwinden.

Weil es ein ganz wunderbarer, heilender Ort ist. Dort kommen alle Sinne gleichzeitig zur Ruhe.

Insbesondere nach meiner eigenen Reha und dann später, nach den dreimonatigen Schreibwerkstätten, die ich in Zusammenarbeit mit der Chefärztin Fr. Dr. Kaufmann in der der Rehaklinik in Wyk auf Föhr, machen durfte, weiß ich, dass fast alle Frauen solch einen Ort suchen und brauchen.

Und seit ich weiß, dass ich dieses winzige Angebot für ein psychoonkologisches Retreat machen kann, fühle ich mich wie befreit.

Denn auch meine Mutter hat immer solch einen Ort gesucht - sie hatte Leukämie.

 


In Ankara geboren – kam Renan Demirkan 1962 als Siebenjährige nach Deutschland. Kurze Zeit nach dem Diplom 1980 an der Hochschule für Musik und Theater, gelang ihr der Durchbruch im Theater und auf der Leinwand.

Sie gilt als Multitalent und Vordenkerin und als eine der intensivsten deutschsprachigen Darstellerinnen.

Renan Demirkan erhielt unter anderem den Grimme Preis – die Goldene Kamera und das Bundesverdienstkreuz 1997 für das Projekt RESPEKT.

Ausführliche Vita: www.renan-demirkan.de

Aktuell dreht sie in der Vorabendserie Dr. Klein für das zdf

Und ist die Initiatorin der bundesweiten Aktion Checkpoint-Demokratie – Lasst uns reden!  www.checkpoint-demokratie.de

 

Prof. Dr. med. Josef Beuth

 

Studierte Englisch und Medizin an der Universität zu Köln und Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln. Forschungsstipendien der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Deutschen Krebshilfe ermöglichten Forschungsarbeiten auf den Gebieten Immunologie, Onkologie, Infektiologie und Naturheilkunde. Facharzt- und Zusatzausbildung, z. B. in Naturheilkunde, Promotion 1984, Habilitation 1991 und Ernennung zum Professor an der Universität zu Köln 1995. Seit 1999 leitet er das Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der Universität zu Köln.

 

Frau Dr. Braun


Arbeitete ca. 30 Jahre als ärztliche Psychotherapeutin. Unter ihren Patientinnen befanden sich zahlreiche Krebspatientinnen, die infolge der Grunderkrankung leider auch oft ernsthaft psychisch erkrankt waren (Angstzustände, Depressionen, Selbstwertverlust, Partnerschaftsprobleme). Mit stützenden, aufklärenden und zukunftsorientierten Gesprächen, konnte Frau Dr. Braun ihnen zur Seite stehen und helfen. Diese Unterstützung möchte sie auch im Projekt „Zeit der Maulbeeren“, bei Bedarf kostenlos, einbringen.